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Benutzerhandbuch WKL Bootstrapper Manager

Mit dem WKL Bootstrapper Manager bereiten Sie die Auslieferung einer Access-Anwendung vor. Er ist das Werkzeug für die Projektdatei bootstrapper.json des WKL-Starters, und er deckt den Weg von der fertigen Anwendung bis zum Installationspaket ab:

  • Beschreiben: Auf übersichtlichen Seiten statt in JSON legen Sie fest, welche Dateien wohin kommen, welche Verknüpfungen, Registrierungswerte, Dateitypen und Voraussetzungen dazugehören und was am Ende startet.
  • Prüfen: Der Bootstrapper Manager lässt die Projektdatei vom Starter selbst prüfen, mit denselben Regeln, nach denen der Starter später beim Benutzer arbeitet, und führt von jedem Problem zu dem Feld, an dem es zu beheben ist.
  • Vorab testen: Vorschau zeigt das Fenster, das der Benutzer beim Einrichten sieht. Probelauf spielt einen Start auf Ihrem Rechner durch und nennt jede Datei mit ihrem Ziel, ohne etwas zu ändern.
  • Paket bauen: MSI erstellen baut das Windows-Installer-Paket, mit dem die IT den Starter auf die Rechner bringt.

Der Bootstrapper Manager ist kein Baukasten für Installationspakete, wie es Visual Studio Installer Projects oder WiX sind: Er gestaltet keine Installationsdialoge, und das MSI-Paket hat immer denselben Aufbau. Es installiert nur den Starter und die Projektdatei. Die Anwendung selbst richtet der Starter bei jedem Benutzer ein, ohne Administratorrechte, und hält sie aktuell.

Neu hier? Das Tutorial: Eine Access-Anwendung vom Lieferordner bis zur geprüften Installation führt an einem durchgehenden Beispiel durch alle Schritte.

graph LR
    subgraph H["Arbeitsplatz des Herausgebers"]
        K["WKL Bootstrapper Manager"]
        P["Projektdatei bootstrapper.json"]
        M["MSI-Paket"]
        K -->|"bearbeitet, lässt prüfen"| P
        K -->|"MSI erstellen"| M
    end
    L[("Lieferordner auf einer Freigabe – Kasse.accde, bin, Berichte")]
    subgraph R["Rechner des Benutzers"]
        S["Starter und Projektdatei – Program Files (x86)"]
        A["Anwendung im Profil – %LOCALAPPDATA%"]
        S -->|"kopiert bei jedem Start, was fehlt oder neu ist"| A
    end
    M -->|"IT installiert einmal"| S
    L -->|"liest"| S

Abbildung: Wer was tut. Der Bootstrapper Manager beschreibt die Auslieferung und baut das MSI-Paket; er selbst installiert nichts. Das Paket bringt nur den Starter und die Projektdatei auf den Rechner. Bei jedem Start holt der Starter die Anwendung aus dem Lieferordner ins Profil des Benutzers und startet sie. Was in einer Projektdatei gültig ist, entscheidet allein der Starter; der Bootstrapper Manager führt keine eigenen Regeln, sondern fragt ihn.

Zielgruppe und Voraussetzungen

Dieses Handbuch richtet sich an Herausgeber, die eine Access-Anwendung mit dem Starter ausliefern. Mit dem Bootstrapper Manager legen Sie fest, welche Dateien wohin kommen, wie die Fenster des Starters aussehen und was er am Ende startet. Grundkenntnisse in Access und im Umgang mit Windows-Ordnern genügen; JSON müssen Sie nicht kennen.

Vorausgesetzt werden:

  • Microsoft Access aus Microsoft 365, 32 oder 64 Bit, und das WKL Office SDK, dessen Setup den Bootstrapper Manager mitbringt.
  • WKL Forms Object Library ab Version 2.0 und WKL Office JSON ab Version 2.0, registriert für die Bitbreite von Access. Die Abbildungen zeigen Version 1.59.2.
  • Der Starter Wkl.Bootstrapper.exe (Release von WKL Bootstrapper) für Prüfen, Vorschau, Probelauf, Neu und die Importe. Ohne Starter können Sie Projektdateien öffnen, bearbeiten und speichern, aber nicht prüfen.
  • Für MSI erstellen zusätzlich die WiX-Kommandozeile (wix, ab Version 6) und das Skript tools\New-StarterMsi.ps1 des Starters.

Benutzer mit 64-Bit-Office. Der Bootstrapper Manager selbst läuft in 32- und 64-Bit-Access. Für welche Bitbreite eine Auslieferung gebaut wird, legen Sie im WKL Office SDK fest; siehe Anwendung aus dem SDK ausliefern, Abschnitt Hinweise (Dokumentation des WKL Office SDK). Projektdatei und MSI-Paket erstellen Sie dafür wie für jedes andere Projekt; geprüft wird eine Lieferung für 64-Bit-Office auf einem Rechner mit 64-Bit-Office (siehe So testen Sie ein Projekt vorab und erstellen das MSI-Paket).

Wie Sie beginnen, beschreibt So richten Sie den Bootstrapper Manager ein und starten ihn.

Grundbegriffe

BegriffBedeutung
ProjektdateiDie Datei, die der Starter liest, in der Regel bootstrapper.json neben Wkl.Bootstrapper.exe. Format 2 ist das aktuelle Format des Starters; Format 1 liest der Bootstrapper Manager nicht
ProjektEine Projektdatei, die der Bootstrapper Manager kennt: eine Zeile der Liste Projekte. Der Bootstrapper Manager merkt sich jedes geöffnete Projekt mit seinem Inhalt, bis Sie es aus der Liste entfernen
Gewähltes ProjektDas Projekt, das die übrigen Seiten bearbeiten. Es steht im Untertitel jeder Seite außer Projekte
BenutzerDie Person, auf deren Arbeitsplatz der Starter die Anwendung einrichtet und startet – nicht der Herausgeber, der den Bootstrapper Manager bedient
Lieferung, LieferordnerDer Ordner mit den Dateien der Anwendung, aus dem der Starter installiert (Feld Quelle). Ein relativer Pfad gilt ab dem Ordner des Starters; für ein MSI-Paket ist deshalb ein vollständiger Pfad oder eine Freigabe nötig
ZielordnerDer Ordner auf dem Rechner des Benutzers, in den der Starter einen Eintrag legt; im Projekt mit einem Platzhalter geschrieben
ProduktkennungDer Wert des Felds Produkt (product): der feste interne Name der Anwendung. Der Starter benennt danach ihren Ordner im Profil (%LOCALAPPDATA%\WKL\<Produkt>) und ihren Eintrag bei den Apps; angezeigt wird dort der Name von der Seite Darstellung
StarterWkl.Bootstrapper.exe aus WKL Bootstrapper. Er richtet die Anwendung beim Benutzer ein und startet sie; der Bootstrapper Manager nutzt ihn außerdem zum Prüfen und für Vorschau und Probelauf
MSI-PaketDas Windows-Installer-Paket, das MSI erstellen baut. Es installiert den Starter und die Projektdatei einmal für alle Benutzer eines Rechners, nicht die Anwendung selbst
PlatzhalterOrdnernamen in eckigen Klammern, die der Starter auf dem Rechner des Benutzers durch den tatsächlichen Pfad ersetzt, etwa [VersionDir] (der Ordner der installierten Version) oder [Desktop]. Vollständige Liste: Die Projektdatei (Format 2), Abschnitt Platzhalter (Dokumentation von WKL Bootstrapper)
PrüfenDer Starter beurteilt die Projektdatei (/check) und nennt jedes Problem mit dem Teil der Datei, den es betrifft
Nicht gespeichertDie Tabellen des Bootstrapper Managers enthalten Änderungen, die noch nicht in der Projektdatei stehen
BenachrichtigungKurze Meldung unten rechts im Fenster, etwa “Gespeichert in bootstrapper.json”; sie verschwindet von selbst

Inhalt dieses Handbuchs

Grenzen

  • Unterstützt werden nur Projektdateien im Format 2. Eine Datei im Format 1 lehnt der Bootstrapper Manager beim Öffnen ab, und weder Bootstrapper Manager noch Starter wandeln sie um. Eine Konfiguration des früheren Starters (StarterPro.config.xml) wandelt der Starter dagegen mit Übernehmen um.
  • MSI erstellen baut immer ein Paket desselben Aufbaus: für alle Benutzer eines Rechners, mit Starter, Projektdatei und gegebenenfalls Logo, ohne eigene Installationsdialoge. Ein anders aufgebautes Paket erstellen Sie selbst, etwa mit WiX.
  • Teile der Projektdatei ohne eigene Spalte bleiben beim Speichern unverändert erhalten, lassen sich im Bootstrapper Manager aber nicht bearbeiten (etwa keep eines Dateieintrags oder start.environment). Diese Teile bearbeiten Sie direkt in der Datei; siehe Die Projektdatei (Format 2) (Dokumentation von WKL Bootstrapper).
  • Einige Felder (Bitbreite, Sprache, Farbschema, /runtime) bieten die unübersetzten Werte der Projektdatei zur Auswahl (access, automatic …); ihre Bedeutung beschreibt Die Projektdatei (Format 2), Abschnitt Eigenschaftswert (Dokumentation von WKL Bootstrapper).
  • Die Oberfläche erscheint in der Sprache von Office auf Deutsch, Englisch oder Slowenisch, in jeder anderen Sprache auf Englisch.

Sprachfassungen

Die deutsche Fassung ist die führende. Die englische und die slowenische Version geben denselben Inhalt eigenständig in ihrer Sprache wieder; weicht eine davon ab, gilt die deutsche.

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de/wiki/msaccess/bootstrapper/configurator/user-guide/start.txt · Last modified: by Wolfgang van der Stille