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WKL TrustBridge – Überblick

Zusammenfassung. WKL TrustBridge ist eine private, föderierte Infrastruktur für gegenseitiges kryptographisches Vertrauen zwischen unabhängigen Organisationen einer Lieferkette. Jede Organisation behält ihre eigenen Identitäten, Schlüssel und Regeln. Zwei Organisationen vereinbaren eine begrenzte, zweckgebundene und jederzeit widerrufliche Vertrauensbeziehung; ihre Systeme prüfen sich danach gegenseitig über Zertifikate und bauen eine TLS-1.3-Verbindung auf, die zusätzlich durch ein unabhängig erzeugtes Post-Quanten-Geheimnis geschützt ist. Ein Zertifikat ist dabei keine Berechtigung: Was ein Partner tatsächlich tun darf, entscheidet weiterhin die Anwendung, auf die er zugreift, etwa der WKL Database Gateway. Das Sicherheitsmodell beruht auf einer kleinen, ausdrücklich abgegrenzten Vertrauensbasis: Nur ein einziger Dienst signiert, nur mit Schlüsseln in einem Hardware-Sicherheitsmodul und nur für Aufträge, die eine berechtigte Person kryptographisch freigegeben hat.

Erste Schritte

Einsatzszenario wählen → Betriebsmodell festlegen → Beziehung vereinbaren → Lieferanten anbinden

Den ganzen Weg an einem Beispiel, mit der Verantwortung jedes Beteiligten, zeigt die Fallstudie: Anbindung eines Lieferanten.

Häufige Aufgaben

Gesamtbild

graph TD
  subgraph ORGA [Organisation A, Auftraggeber]
    APA[Database Gateway<br/>oder andere Anwendung]
    ADA[TLS-Adapter A]
    KAA[Schlüsselagent A<br/>mit Schlüsselvermittler]
    CAA[Zertifizierungsstelle A<br/>CA-Worker, Sicherheitsmodul]
    RLA[Beziehungsrichtlinie A]
  end
  subgraph ORGB [Organisation B, Lieferant]
    APB[Anwendung des Lieferanten]
    ADB[TLS-Adapter B]
    KAB[Schlüsselagent B<br/>mit Schlüsselvermittler]
    CAB[Zertifizierungsstelle B<br/>CA-Worker, Sicherheitsmodul]
    RLB[Beziehungsrichtlinie B]
  end
  CAA -.->|Vertrauensanker A| RLB
  CAB -.->|Vertrauensanker B| RLA
  KAB ==>|zusätzliches PQ-Geheimnis| KAA
  KAA ==>|externer PSK| ADA
  KAB ==>|externer PSK| ADB
  APB --> ADB
  ADB -->|TLS 1.3, gegenseitig authentisiert| ADA
  ADA -->|geprüfte Identität| APA
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  classDef onl fill:#f3f2f1,stroke:#605e5c,color:#201f1e
  classDef par fill:#deecf9,stroke:#0078d4,color:#201f1e
  classDef pq fill:#dff6dd,stroke:#107c10,color:#201f1e
  classDef auth fill:#fff4ce,stroke:#8a6d00,color:#201f1e
  class CAA,CAB tcb
  class ADA,ADB,RLA,RLB onl
  class KAA,KAB pq
  class APB par
  class APA auth
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  style ORGB fill:#ffffff,stroke:#8a8886,color:#201f1e

Eine Zusammenarbeit entsteht in vier Schritten:

  1. Beziehung vereinbaren. A und B tauschen ihre Vertrauensanker aus und legen jede für ihre Richtung fest, welchen Diensten der anderen Seite sie zu welchem Zweck, unter welchen kryptographischen Anforderungen und wie lange vertrauen.
  2. Identität ausstellen. Jede Organisation stellt ihren eigenen Systemen Zertifikate aus, automatisch über ACME oder EST oder nach Freigabe durch eine berechtigte Person.
  3. Verbindung schützen. Die Schlüsselagenten beider Seiten vereinbaren ein zusätzliches Post-Quanten-Geheimnis. Die TLS-Adapter bauen damit eine gegenseitig authentisierte TLS-1.3-Verbindung auf, in die dieses Geheimnis als externer Pre-Shared Key eingeht.
  4. Operation berechtigen. Die Zielanwendung erhält die geprüfte Identität des Partners und entscheidet nach ihren eigenen Rechten, ob die gewünschte Operation erlaubt ist, und protokolliert sie.

Jede Verbindung durchläuft damit sechs Schutzschichten, und jede prüft etwas anderes:

Sechs Schutzschichten einer Verbindung: Netzverbindung, TLS 1.3 mit hybrider Schlüsseleinigung, zusätzliches Post-Quanten-Geheimnis, gegenseitige Identität, Beziehungsrichtlinie, Berechtigung der Zielanwendung

Wie ein Zertifikat innerhalb einer Organisation entsteht, beschreibt PKI und Zertifikatslebenszyklus; wie zwei Organisationen einander vertrauen, beschreibt Föderation und bilaterales Vertrauen.

Farben und Pfeile aller Diagramme erklären die Darstellungskonventionen.

Kerneigenschaften

EigenschaftWirkung
Bilaterale Vertrauensbeziehungen, je Richtung festgelegtVertrauen wird nicht über Dritte weitergegeben; jede Organisation entscheidet selbst und kann einseitig widerrufen
Zertifikat und Berechtigung getrenntEine gültige Identität öffnet keine Daten; die Zielanwendung berechtigt jede Operation gesondert
Zusätzliches, unabhängig erzeugtes Post-Quanten-Geheimnis in TLS 1.3Wer eine Verbindung heute aufzeichnet, muss später sowohl den Schlüsselaustausch von TLS als auch das zusätzliche Geheimnis brechen, um sie zu entschlüsseln
Signatur ausschließlich im CA-Worker, Schlüssel ausschließlich im SicherheitsmodulEine kompromittierte Datenbank, Weboberfläche oder Verwaltungsanwendung genügt nicht, um ein Zertifikat ausstellen zu lassen
Kryptographische Freigabe jedes manuellen Auftrags durch eine PersonJede Ausstellung außerhalb der Automatik ist einer Person zugeordnet und nachweisbar
Namensbeschränkung je PartnerEin Partner kann keine Identitäten im Namensraum eines anderen Partners erhalten
Hybride Zertifikate mit klassischer Signatur und ML-DSA-AlternativsignaturBestehende Gegenstellen prüfen weiter klassisch, neue Gegenstellen zusätzlich quantensicher
Sperrlisten vorab erzeugt, Verteilung auch ohne DatenbankEin Widerruf wirkt auch bei Störungen der Online-Dienste
Drei Betriebsmodelle, die in derselben Lieferkette zusammenarbeitenEin kleiner Lieferant mit Betriebspartner und ein Konzern mit eigener PKI können einander direkt vertrauen
Lokaler TLS-AdapterBestehende Anwendungen werden ohne Codeänderung angebunden

Aufbau in Kürze

Jede Organisation betreibt ihre eigene Zertifizierungsstelle. Signiert wird nur im CA-Worker, mit Schlüsseln im Sicherheitsmodul, und nur für Aufträge, die eine berechtigte Person freigegeben oder das Enrollment bestätigt hat; Datenbank und Verwaltung liegen außerhalb dieser Vertrauensbasis. Zwei Organisationen vertrauen einander über eine Beziehung mit einer Richtlinie je Richtung, die der CA-Worker als signiertes Vertrauensbündel an die TLS-Adapter gibt. Die Schlüsselagenten ergänzen jede Verbindung um ein zusätzliches Post-Quanten-Geheimnis. Warum das so gebaut ist, erklären Vertrauensmodell, Systemarchitektur und PQ-Schlüsselaustausch für TLS.

Verwaltung

Fehlerbehebung

Für Entwickler

Lesepfad

Die Seiten in der Reihenfolge, in der sie aufeinander aufbauen: zuerst wofür und in welchem Modell, dann warum und wie es gebaut ist, dann die Aufgaben, zuletzt die Nachschlageseiten.

SeiteInhaltFür
Einsatzszenarienwarum Vertrauen zwischen Organisationen eine eigene Infrastruktur braucht, Nutzen je Zielgruppe, wofür TrustBridge eingesetzt wird und wofür nichtGeschäftsleitung, Kunden, Architekten
Fallstudie: Anbindung eines Lieferantendurchgängiger Ablauf von der Vereinbarung bis zur Beendigung, mit Verantwortung je BeteiligtemKunden, Betrieb, Prüfer
BetriebsmodelleManaged, Customer Managed und Federated Hybrid: wer betreibt was, wo liegen die Schlüssel, wie endet die ZusammenarbeitEinkauf, IT-Leitung
Grundlagen und AnforderungenGesetze, Normen, technische Standards; was sie verlangen und für wenalle, insbesondere Compliance und Geschäftsleitung
Architekturableitungvon den Anforderungen zu Sicherheitszielen, Grundsätzen und Entscheidungen samt AlternativenArchitekten, Prüfer
SystemarchitekturKomponenten mit Aufgabe, Rechten, verbotenen Fähigkeiten, Fehlerverhalten; Darstellungskonventionen der DiagrammeArchitekten, Entwickler, Prüfer
VertrauensmodellVertrauensbasis, Bedrohungen, Kompromittierungsanalyse, Zertifikat und BerechtigungSicherheitsverantwortliche, Prüfer
Föderation und bilaterales VertrauenVertrauensbeziehungen zwischen Organisationen, Richtlinie je Richtung, WiderrufArchitekten, Sicherheitsverantwortliche
PKI und ZertifikatslebenszyklusHierarchie, Profile, Antrag, Freigabe, Ausstellung, Erneuerung, Sperrung, Wurzel, ZeremonienArchitekten, Betrieb
Kryptographie und Post-Quanten-ÜbergangVerfahren, hybride Zertifikate, Kryptoagilität, TechnologieauswahlArchitekten, Kryptographie
PQ-Schlüsselaustausch für TLSzusätzliches Post-Quanten-Geheimnis, Bindung an TLS 1.3, Erneuerung, SchutzgrenzenArchitekten, Kryptographie
Anbindung an den Database GatewayDatenzugriff eines Partners in vier Schritten, Identität und BerechtigungIntegratoren, Architekten
Personen und ZugriffEinladung, Rollen, Sperre und Rücksetzen, Benachrichtigungen, Prüfung der AnmeldungenBetrieb, Sicherheitsverantwortliche, Prüfer
Betrieb und NotfallAusfallbereiche, Wiederanlauf, Notsperrung, Rotation, KompromittierungBetrieb
Audit und NachweisProtokollierungsebenen, externer Anker, Prüfverfahren für Dritte, Zuordnung zu RegelwerkenPrüfer, Compliance
Anleitungenje Aufgabe eine Seite: anbinden, freigeben, sperren, widerrufen, Personen verwalten, prüfen, im Notfall handelnBetrieb, Sicherheitsverantwortliche, Prüfer
Fehlerbehebungje Symptom eine Seite: Verbindungen zu Partnern, abgewiesene Anträge und BefehleBetrieb, Integratoren
Schnittstellen und IntegrationACME, EST, CMP, Verwaltungs-API, TLS-Adapter, VerwaltungsanwendungEntwickler, Integratoren
SicherheitsmaßnahmenMaßnahmenkatalog mit Bezug zu AnforderungenSicherheitsverantwortliche, Prüfer
Sicherheitszusagenwas zugesagt wird, unter welchen Annahmen, wie es nachgewiesen wird, was verbleibtPrüfer, Geschäftsleitung
BegriffeDefinitionen der verwendeten Fachbegriffealle
de/wiki/pqcrypt/trustbridge/start.txt · Zuletzt geändert: von Claude Test Contributor