Zero Trust und private Geräte
graph TD
C["Client: Access, Excel, Power BI, Fachanwendung – Firmen-PC, privates Gerät, Dienstleister"] -->|"Anfrage mit Anmeldung"| S["Signale: Herkunft, Land, Anmeldeverfahren, Person, Schlüssel, zweiter Faktor"]
S --> R["Anmelderichtlinie: ablehnen, Code verlangen oder nichts"]
R --> A["Rechte: Alias, Objekt, Verb, nur lesen; Einschränkung des Schlüssels"]
A --> D[("Datenbank: Sichten und Prozeduren für Zeilen und Spalten")]
R --> L["Protokoll: Anmeldeereignis, Audit, Befunde, Änderungsprotokoll"]
A --> LAbbildung: Jede Anfrage durchläuft dieselbe Kette. Der Betreiber legt Richtlinie und Rechte fest; der Dienst setzt sie bei jeder Anfrage durch und hält fest, was er entschieden hat.
Der Datendienst bestimmt keine Geschäftspolitik. Ob ein privater Laptop Kundendaten sehen darf, ob ein Mitarbeiter aus dem Ausland arbeitet oder ein Dienstleister zwei Wochen Zugang bekommt, entscheidet der Betreiber. Der Dienst gibt ihm die Mittel, diese Entscheidungen einzustellen, bei jeder Anfrage durchzusetzen und hinterher nachzuweisen. Diese Seite zeigt, welche Signale der Dienst dafür hat, wie verlässlich sie sind, und wo seine Grenzen liegen.
Wichtige Funktionen
- Kein Vertrauen aus dem Netz allein. Jede Anfrage trägt eine Anmeldung; das Firmennetz kann einen Code ersparen, ersetzt aber keine Anmeldung.
- Zugang je Person und Zweck. Eine Person hat mehrere persönliche Schlüssel, je Gerät oder Zweck einen, jeder für sich eingeschränkt, befristet und sperrbar.
- Richtlinie nach Lage. Anmelderegeln verlangen je Anmeldeverfahren, Netz, Land, Netzbetreiber, Programm, Uhrzeit, Person und Windows-Gruppe einen zweiten Faktor oder lehnen ab; Ausnahmen gelten auf Wunsch nur bis zu einem Zeitpunkt.
- Geringste Rechte bis zum Objekt. Regeln nennen Aliasse, Objektarten, einzelne Objekte, Verben und „nur lesen“; Zeilen und Spalten begrenzt die Datenbank über Sichten, unter der Anmeldung der Person.
- Entzug sofort. Gesperrte Schlüssel, abgeschaltete Personen und beendete Sitzungen wirken ab der nächsten Anfrage.
- Nachweis. Anmeldeereignisse mit Herkunft und Grund, Audit je Anfrage, Befunde der Anmelderegeln und ein Änderungsprotokoll jeder Einstellung.
Grundkonzepte
Was der Dienst feststellt und was nicht
Der Dienst unterscheidet drei Arten von Angaben: was er an seiner eigenen Verbindung beobachtet, was ein Client nur behauptet und was eine vertrauenswürdige Stelle bestätigt. Behauptete Angaben taugen in Regeln nur zum Einschränken, nie allein als Ausnahme.
| Angabe | Art | Als Regelbedingung | Grenze |
|---|---|---|---|
| Netzadresse der Anfrage (hinter einem vertrauten Proxy die weitergereichte) | beobachtet | ja: Netze, eigene Netze | Hinter NAT oder Proxy ist es dessen Adresse |
| Land und Netzbetreiber aus der Adresse | beobachtet, geschätzt | ja: Land, Netzbetreiber | VPN, Mobilfunk und Cloud-Ausgänge verlegen Land und Netzbetreiber |
| Anmeldeverfahren (Windows, persönlicher Schlüssel, SQL-Anmeldung, Dienstschlüssel) | bestätigt | ja | – |
| Person und Windows-Gruppen | bestätigt | ja | Gruppen nur bei Windows-Anmeldung |
| Zweiter Faktor (Code aus einer Authenticator-App) | bestätigt | ja | Besitz des Telefons, nicht des Geräts, das anfragt |
Programm (User-Agent) | behauptet | ja, zum Einschränken; als Ausnahme allein befreit es jeden, der den Text sendet | Excel und Power BI Desktop senden denselben Text; jedes Programm kann sich als anderes ausgeben |
| Uhrzeit | beobachtet | ja: Zeitfenster | Zone von Gateway:SignInLog:TimeZone |
| Zustand des Geräts (verwaltet, verschlüsselt, Virenschutz aktuell) | – | nein | Der Dienst hat keine Verbindung zu einer Geräteverwaltung (MDM) oder einem Endpunktschutz |
Der Dienst behauptet nichts über ein Gerät, das er nicht prüfen kann. Ein „privates Gerät“ erkennt er nicht als solches. Er kann aber unterscheiden, wie sich jemand anmeldet und von wo: Eine Windows-Anmeldung aus dem Firmennetz kommt in aller Regel von einem Firmen-PC in der Domäne; ein persönlicher Schlüssel aus dem Internet kann von jedem Gerät kommen. Genau diese Unterscheidung nutzen die Anleitungen unten.
Was der Dienst nicht steuert
- Daten auf dem Gerät. Was ein Client einmal erhalten hat, liegt dort: in einer Excel-Datei, im Speicher von Power BI, in einer Access-Datenbank. Speichern, Kopieren und Drucken steuert der Dienst nicht; das ist Sache der Geräteverwaltung und der Anwendung.
- Den Zustand des Telefons mit dem zweiten Faktor. Der Code beweist den Besitz der App, nicht dass das anfragende Gerät sicher ist.
- Geschäftsregeln je Zeile. Ob ein Vermittler einen bestimmten Kunden sehen darf, entscheidet die Datenbank (Sicht, Prozedur), nicht eine zweite Regelwelt im Dienst; siehe Zeilenweise Einschränkung.
Alltagssituationen
| Situation | Wichtigste Mittel | Anleitung |
|---|---|---|
| Verwalteter Firmen-PC | Windows-Anmeldung, Regeln nach Windows-Gruppe, Firmennetz | Windows-Anmeldung einrichten, Zugang nach Lage |
| Privater Laptop | eigener persönlicher Schlüssel, eingeschränkt, Code von außen | Private Geräte zulassen |
| Mitarbeiter im Ausland | Regel nach Land, befristete Ausnahme | Zugriff auf Reisen erlauben |
| Vermittler mit eigenem Gerät | Sicht je Vermittler, Regel auf die Sicht, befristeter Schlüssel | Vermittler auf ihre Kunden beschränken |
| Excel und Power BI | Schlüssel je Zweck, nur lesend, ein Alias | Berichte und Aktualisierung trennen |
| Access- und VBA-Fachanwendung | Person an SQL Server weitergeben, eigener Alias je Anwendung | Fachanwendung anbinden |
| Unbekanntes oder verdächtiges Gerät | Ablehnung nach Herkunft, Code, Befunde mit Meldung | Anmeldemuster prüfen |
| Dienstleister auf Zeit | Person mit befristetem Schlüssel, Schlüssel auf Abruf | Zugang auf Zeit vergeben |
| Verlorenes Gerät | Schlüssel sperren, Sitzungen beenden, Faktor zurücksetzen | Auf ein verlorenes Gerät reagieren |
| Prüfung durch Revision | Anmeldeereignis, Audit, Änderungsprotokoll, Erklärung der Richtlinie | Eine Zugriffsentscheidung nachvollziehen |
Eine Regel vor dem Scharfschalten prüfen
Eine durchgesetzte Anmelderegel wirkt, sobald sie gespeichert ist. Eine neue Regel prüfen Sie deshalb im Probemodus:
- Die Regel mit
Mode=Reportanlegen. Sie wird bei jeder Anmeldung beurteilt, ändert aber nichts. - Mit
explain-sign-infür typische Personen und Herkünfte nachrechnen, was sie täte (tried). - Einige Tage echten Betrieb abwarten und in
SignInRuleReportsansehen, wie viele Anmeldungen sie getroffen hätte, von wie vielen Personen und Herkünften. Die einzelnen Anmeldungen findetSignInEventsmitcontains(Rules,'"mode":"report"'). - Passt das Ergebnis, die Regel auf
Enforceumschalten; sonst Bedingungen oder Ausnahmen anpassen und weiter erproben.
Einzelheiten unter Regel erproben.
Ablehnungen legen Sie mit save-sign-in-rule in einem Schritt samt Ausnahmen an, damit Sie sich nicht
zwischen zwei Änderungen selbst aussperren (siehe Anmeldung).