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NIS-2-Nachweisleitfaden für Betreiber

Wichtige und besonders wichtige Einrichtungen müssen nach § 30 des BSI-Gesetzes (BSIG) geeignete, verhältnismäßige und wirksame Maßnahmen ergreifen; Absatz 2 nennt zehn davon. Bei besonders wichtigen Einrichtungen kann das BSI Nachweise und die Unterlagen dahinter jederzeit verlangen (§ 61 BSIG), bei wichtigen Einrichtungen, wenn Tatsachen einen Verstoß vermuten lassen (§ 62 BSIG). Betreiber kritischer Anlagen erbringen Nachweise alle drei Jahre durch Audits, Prüfungen oder Zertifizierungen (§ 39 BSIG). Diese Seite zeigt für jede der zehn Maßnahmen, was WKL Database Gateway Manager zum Zugang zu Ihren Datenbanken beiträgt, womit Sie es belegen und was bei Ihnen bleibt. Gesetzestext: https://www.gesetze-im-internet.de/bsig_2025/__30.html.

Die Anwendung erfüllt keine dieser Maßnahmen allein. Sie ist ein Baustein für den Zugang zu Datenbanken über den Datendienst WKL Database Gateway; Server, Netz, Datenbanken, andere Anwendungen und Ihre Organisation gehören ebenso dazu.

Die zehn Maßnahmen nach § 30 Abs. 2 BSIG

Nr.Maßnahme (verkürzt)Was die Anwendung beiträgtNachweisWas bei Ihnen bleibt
1Risikoanalyse und SicherheitskonzepteSchutzgüter, personenbezogene Daten und Grenzen sind beschrieben; ebenso die Umstände mit erheblichem RisikoSicherheit und Datenschutz, Umstände mit erheblichem Risikodie Risikoanalyse Ihres gesamten Einsatzes
2Bewältigung von SicherheitsvorfällenPerson sperren … sperrt alle Schlüssel und beendet alle Sitzungen; Sitzungen einzeln beenden; Herkunft sperren … weist ein auffälliges Netz ab; Änderungsprotokoll und Audit zeigen, wer wann was getan hatBerichte Austritte und Sperren und Verwaltungsänderungen; Bereich Protokoll; Bereich AnmeldungenIhr Verfahren für Vorfälle und die Meldung erheblicher Vorfälle an die gemeinsame Meldestelle von BSI und BBK (§ 32 BSIG)
3Aufrechterhaltung des Betriebs, Backup, WiederherstellungKarte Pflege der Übersicht: Verwaltungsspeicher sichern und prüfenSicherungsdateien im Ordner des DienstesSicherungskonzept, Wiederherstellungstests, Notfallzugang (Sicherung und Wiederherstellung, Dokumentation des Datendienstes)
4Sicherheit der LieferketteAngaben des Herstellers, Anlaufstelle für Schwachstellen, Unterstützungszeitraum; Software-Stücklisten, wenn die Lieferung sie enthältLieferanten-Faktenblatt, MANUFACTURER.de.md, SECURITY.de.mddie Bewertung des Lieferanten und Ihre Verträge
5Sicherheit bei Erwerb, Entwicklung und Wartung, Umgang mit Schwachstellenkostenlose Korrekturversionen; koordinierte Offenlegung; eine neue Version kommt nur aus dem Lieferordner, den Sie befüllenSECURITY.de.md; Eine neue Version einspielenneue Versionen zeitnah einspielen; Access und Windows aktuell halten
6Bewertung der WirksamkeitArbeitslisten Ohne Regel, Ohne Zugang, Ohne zweiten Faktor, Einrichtung offen, Schlüssel laufen ab; Berichte zum Zeitpunkt der ErstellungBerichte Rechteübersicht und MFA-Abdeckung, regelmäßig erzeugt und abgelegtPrüfzyklus, Bewertung der Ergebnisse, Maßnahmen
7Schulungen und SensibilisierungAnleitungen je Aufgabe im Administrator-HandbuchAdministrator-HandbuchSchulung der Administratoren und Anwender
8Einsatz kryptographischer VerfahrenSchlüssel nur als SHA-256-Hash im Verwaltungsspeicher; Geheimnis des zweiten Faktors verschlüsselt; die VBA-Klasse sendet Schlüssel, Kennwort und Windows-Anmeldung an einen anderen Rechner nur über HTTPSSicherheit und DatenschutzZertifikat und HTTPS des Datendienstes, Hauptschlüssel, Verschlüsselung der Datenbanken
9Sicherheit des Personals, Zugriffskontrolle, Verwaltung von IKT-Systemen, -Produkten und -ProzessenRegeln je Person und Objekt; Rechte je Netz und Anmeldeverfahren; Zugang beim Austritt entziehen; Schlüssel mit Ablaufdatum und Zweck je GerätBericht Rechteübersicht; Bericht Austritte und SperrenEin- und Austrittsprozess; Windows-Konten, Gruppen und SQL-Anmeldungen dort sperren, wo sie verwaltet werden; Berechtigungen in den Datenbanken
10Multi-Faktor-Authentifizierungzweiter Faktor (TOTP) je Person; Anmelderichtlinie verlangt ihn etwa von außen; für das Recht zur Verwaltung verlangt der Dienst ihn immerBericht MFA-Abdeckung mit den Regeln, die einen Code verlangen, und den Schlüsseln ohne zweiten Faktorentscheiden, wo ein Code nötig ist; gesicherte Kommunikation außerhalb des Datendienstes

Alle Berichte stehen im Bereich Protokoll unter Weitere > Nachweisberichte, je als Excel-Datei und als PDF mit Kopf (Ersteller, Zeitpunkt in UTC, Dienst, Installation); siehe So erzeugen Sie Nachweisberichte.

Grenzen der Nachweise

  • Das Änderungsprotokoll ist nicht fälschungssicher: Wer die Speicherdatei des Datendienstes am Server schreiben darf, kann es ändern. Bewahren Sie Berichte deshalb außerhalb des Servers auf.
  • Das Audit der Zugriffe reicht so weit zurück, wie der Datendienst es aufbewahrt (Vorgabe 365 Tage). Für längere Fristen sichern Sie die Protokolldatei des Dienstes.
  • Rechteübersicht und MFA-Abdeckung zeigen nur den Stand beim Erstellen. Einen Stand in der Vergangenheit belegen nur Berichte, die Sie damals erzeugt haben.
  • Mitglieder von Windows-Gruppen und Berechtigungen innerhalb der Datenbanken stehen in keinem Bericht.

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de/wiki/data-conectivity/database-gateway/admin/security-and-evidence/nis2-evidence-guide.txt · Zuletzt geändert: von Wolfgang van der Stille