Delphi zu .NET 8: Modernisieren, ohne den Stichtag zu brauchen
Viele Unternehmen in der Prozessindustrie betreiben geschäftskritische Anwendungen, die seit zwei Jahrzehnten zuverlässig laufen – und genau das macht sie so schwer zu modernisieren. Am Beispiel eines mitteleuropäischen Spezialchemiekonzerns zeigen wir, wie eine schrittweise Migration von Delphi auf .NET 8 abläuft: Modul für Modul, jedes einzeln abgenommen und umkehrbar. In diesem Vorhaben ist dabei kein migrationsbedingter Produktionsausfall aufgetreten.
Die Ausgangslage
Das Anlagenmanagement-System AMED, das Werkstattinformationssystem WIS und die Lagerverwaltung LD liefen seit 2003 auf einer gemeinsamen Delphi-Codebasis. Die Software war stabil – aber die Entwicklungsumgebung veraltete, qualifizierte Delphi-Entwickler wurden rar, und die DevExpress-Komponenten verlangten nach einer modernen UI-Überarbeitung.
Eine Big-Bang-Migration kam nicht infrage: Zu groß das Risiko, zu lang die potenzielle Ausfallzeit, zu komplex die Datenmigration dreier voneinander abhängiger Systeme.
Der schrittweise Ansatz
Wir haben die Migration in vier Phasen aufgeteilt:
- Parallelarchitektur: Neue .NET-8-Module kommunizieren über REST-APIs mit dem bestehenden Delphi-Kern.
- Modul-für-Modul: Jede Funktionsgruppe wird einzeln migriert, getestet und live geschaltet.
- Datenbankmodernisierung: Schrittweise Überführung von proprietären DB-Strukturen nach SQL Server.
- CI/CD-Integration: Automatisierte Build- und Deployment-Pipelines von Beginn an.
Ergebnis nach drei Jahren
Alle drei Systeme laufen heute auf .NET 8 mit moderner DevExpress-WinForms-UI. Kein Produktionsausfall, keine Datenverluste. Die Partnerschaft besteht seit 2003 – und ist heute stabiler denn je.
„Wir hätten nie geglaubt, dass eine Modernisierung dieser Größenordnung so reibungslos verlaufen kann.„
Sprechen Sie uns an – wir zeigen Ihnen, wie dieser Ansatz auf Ihre Situation übertragen werden kann.
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