Quantencomputer, die heute existierende RSA- und ECC-Verschlüsselung brechen können, sind keine Fiktion mehr – sie sind eine Frage des Zeitrahmens. NIST hat im August 2024 die ersten Post-Quantum-Standards finalisiert. Wer bis dahin wartet, bis Quantencomputer einsatzbereit sind, hat bereits verloren.
Staatliche Akteure und gut organisierte Angreifer sammeln bereits heute verschlüsselte Datenpakete, um sie zu einem späteren Zeitpunkt mit Quantencomputern zu entschlüsseln. Das betrifft besonders langlebige Daten: Verträge, Patente, Personaldaten, Produktionsgeheimnisse.
Für Betreiber kritischer Infrastruktur – Energie, Wasser, Telekommunikation – ist das keine akademische Bedrohung. Es ist die Realität von übermorgen, auf die heute reagiert werden muss.
Das National Institute of Standards and Technology (NIST) hat folgende Standards finalisiert:
Diese Algorithmen sind so konzipiert, dass sie auch gegen Angriffe mit Shors Algorithmus auf Quantencomputern sicher bleiben.
Artikel 21 der NIS2-Richtlinie schreibt explizit den Einsatz von Kryptographie und Verschlüsselung vor. Die BSI TR-02102 gibt konkrete Empfehlungen für den deutschen Raum. Für KRITIS-Betreiber ist die Migration auf quantensichere Algorithmen keine Option – sie wird zur Pflicht.
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